Altersdiskriminierung durch Konzept “60+”?

Der 1952 geborene Kläger war als Verkausfsleiter PKW in der Niederlassung der Beklagten leitende Führungskraft. Seit dem Jahre 2003 gab es bei der Beklagten das Konzept "60+" für leitende Führungskräfte. Danach konnte das Arbeitsverhältnis mit Vollendung des 60. Lebensjahres gegen Zahlung eines Kapitalbetrages beendet werden. Der Kläger nahm das entsprechende Angebot der Beklagten im Dezember 2005 an. Ab November 2012 trat an die Stelle des Konzepts "60+" das Konzept "62+". Alle leitenden Führungskräfte, die das Konzept "60+" mit dem Arbeitgeber vereinbart  hatten und 2012 57 Jahre alt wurden, bekamen das neue Konzept angeboten. Der Kläger schied zum 31.10.2012 bei der Beklagten aus und erhielt einen Betrag in Höhe von € 123.120,00. Der Kläger fühlt sich u. a. dadurch benachteiligt, dass ihm die Umstellung seines Arbeitsverhältnisses auf das Konzept "62+" nicht angeboten worden ist und verlangt Schadensersatz und Entschädigung wegen Altersdiskriminierung.

Die Klage hat vor dem Bundsarbeitsgericht keinen Erfolg (Urteil vom 17.03.2016, 8 AZR 677/14). Der Kläger ist mit den Arbeitnehmern, die im November/Dezember 2012 das Angebot Konzept "62+" erhalten haben, nicht vergleichbar, da er zu diesem Zeitpunkt bereits bei der Beklagten ausgeschieden war.

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